Innsbrucker Altstadt bei Nacht

Abschluss der Altstadt-Baustelle: Wir sind fertig!

Ein Jahrhundertprojekt ist geschafft. Seit Mai 2019 waren wir in der Altstadt aktiv und haben die gesamte Infrastruktur in nur einem Jahr auf den neuesten Stand gebracht.

Den Anlass zur Altstadt-Baustelle boten die mehr als 130 Jahre alten Wasserleitungen, die dringend erneuert werden mussten, um Rohrbrüche und Wasserschäden zu vermeiden. Davon ausgehend wurden die Grabungen genutzt, um alles zu modernisieren, was für den täglichen Bedarf gebraucht wird:

Kennzahlen Baustelle Altstadt

Außerdem wurde die gesamte Beleuchtung auf LED umgestellt, ein WLAN-Netz errichtet und vieles mehr. Die Altstadt ist nun fit für die nächsten Jahrzehnte.

Das Gespräch mit AnrainerInnen, UnternehmerInnen und TouristikerInnen war bei dieser Baustelle besonders wichtig. Daher gab es von Beginn an einen planungsbegleitenden Dialog, es wurden insgesamt 240 Baustellen-SMS versandt und 500 Türaushänge erstellt.

Die Baustelle in Bildern

Was hatte es mit fast 300 Skeletten auf sich?

Die Grabungen führten bis ins Mittelalter. Insgesamt wurden 6.800 Stunden archäologische Grabungen durchgeführt.

Rund um den Dom wurden zum Beispiel Objekte einer Stadt freigelegt, die hier vor mehr als 700 Jahren erbaut wurde: Steinmauern, die sich überlagern und kreuzen, Vorgängerbauten der Kathedrale, Grundmauern der früheren 14-Nothelfer-Kapelle, Teile der alten Friedhofsmauer, alte „Ritschen“ und Reste von Bürgerhäusern mit verschiedenen Bodenniveaus.

Bis 1510 war der Platz rund um den Dom für einige Zeit der Friedhof der Stadt, bis er aufgelassen und neben die Realschule nahe der Spitalskirche verlegt wurde. Bei den Grabungen wurden alte Gräber freigelegt und insgesamt fast 300 Skelette geborgen.

Altstadt Ausgrabungen Skelette
Baustelle Altstadt Ausgrabungen
Fotos: IKB, Günther Wett, Ardis GmbH 2020-2021