Innsbruck von oben

Bergputz auf der Nordkette

Rund 130 Menschen sorgen für Sauberkeit im beliebtesten Naherholungsgebiet Innsbrucks

Um 8.00 Uhr morgens machten sich etwa 130 Freiwillige, ausgestattet mit Handschuhen, Zangen und Säcken, aufgeteilt in 14 Sammeltrupps, auf, um an den Wanderwegen der Nordkette nach Unrat und Ablagerungen zu suchen

 „Die Sauberkeit unseres Waldes muss uns allen ein großes Anliegen sein. Dabei geht es um Umweltschutz und auch um die Vermeidung von Gefahren für Mensch und Tier“, erläuterte Vizebürgermeister Franz X. Gruber: „Deshalb ist die Aktion ‚Nordketten Bergputz‘ so wichtig und ich bedanke mich bei allen Freiwilligen für ihr Engagement im Dienste der Gemeinschaft. Mein Dank gilt auch unserer Kooperationspartnerin IKB, den freiwilligen Feuerwehren sowie der Innsbrucker Nordkettenbahn, die gemeinsam mit dem städtischen Forstamt die Aktion geplant und umgesetzt haben.“

DI Reinhard Oberguggenberger, Geschäftsbereichsleiter IKB-Abfallwirtschaft ergänzte: „Mit unserer Beteiligung am Nordketten Bergputz wollen wir eine Initiative setzen und dem achtlosen Umgang mit der Natur etwas entgegensetzen. Das Wegwerfen von Abfällen in der Natur schadet ganz klar unserem Lebensraum: Zigarettenstummel brauchen bis zu sieben Jahre um zu verrotten und geben dabei Chemikalien und Schwermetalle ab. Eine Bananenschale verrottet zwar wesentlich schneller, ist jedoch oftmals mit Pestiziden und Spritzmitteln versehen, die so auch den Weg in den Boden finden.“

Kuriose Funde

Nach rund drei Stunden fanden sich alle Sammeltrupps am Taubental ein und die gesammelte Menge Müll war beachtlich. Auch einige kuriose Funde waren dabei, wie die Projektkoordinatoren Ing. Albuin Neuner (Forstamt) und Dr. Andreas Aschaber (Abfall- und Umweltberater IKB) bestätigten: „Die auffälligsten Funde des Tages waren ein gebrochener Ski, eine Dachrinne sowie Bitumendachbahnen. Die Wanderwege auf der Nordkette sind nun wieder frei von Unrat und wir appellieren, dass dies auch weiterhin so bleibt.“ Die ehrenamtlichen MüllsammlerInnen wurden für ihre Mühen mit einer kleinen Jause und Give-aways vom Verein #estutnichtweh belohnt.