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Neues Biomassekraftwerk der IKB im Testbetrieb

Die IKB hat um rund fünf Mio. Euro am Areal der Kläranlage Roßau ein neues, modernes Biomassekraftwerk errichtet. Die innovative Anlage erzeugt aus Holz elektrischen Strom und Wärme. Das Projekt ist Teil der europäischen Energieeffizienz-Initiative SINFONIA. Von der Innovationskraft und Umsetzungsstärke der IKB konnte sich kürzlich Bundesminister Andrä Rupprechter bei einem Besuch vor Ort überzeugen. „Bioenergie ist eine Wegbereiterin der Energiewende in Österreich. Das IKB-Projekt zeigt, wie Energie gespart und die Umwelt geschont werden kann“, zeigt sich Rupprechter erfreut.

Vom Klärwerk zum Kraftwerk

IKB-Vorstandsdirektor Helmuth Müller betont: „Mit dem neuen Biomassekraftwerk wird mit einer am MCI entwickelten Technologie eine weitere Energiequelle in den Erzeugungsmix der IKB integriert.“ Bereits 2011 wurde mit der Inbetriebnahme der Bioabfallaufbereitungsanlage die umfassende Nutzung der Energiepotenziale an der Kläranlage eingeleitet. 2015 wurde das Faulgas-Blockheizkraftwerk erneuert. Nun kommt das Biomassekraftwerk hinzu, in dem aus Hackschnitzeln energiereiches Holzgas gewonnen wird.

Dieses erzeugt im integrierten Blockheizkraftwerk Strom und Wärme. Die elektrische Energie fließt ins Klärwerk und das allgemeine IKB-Netz, die Wärme wird in das Hallenbad O-Dorf und das neue Seerestaurant Baggersee geliefert. Komplettiert wird das ganze System mit einer Photovoltaikanlage beim Hallenbad und an der Fassade des neuen Biomassekraftwerks. „Mit dem aus dem Klärwerk gelieferten Strom können 500 Haushalte und mit der Wärme 300 Einfamilienhäuser versorgt werden“, erklärt der IKB-Vorstandsdirektor.

Innsbruck ist Pionierstadt

„Innsbruck wird noch energieeffizienter“, ist auch Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider von der neuen Anlage überzeugt: „Das Biomassekraftwerk ist ein weiterer Schritt am Weg zur Smart City, in der Energie ganz im Sinne des EU-Projektes SINFONIA intelligent eingesetzt und CO2 gespart wird.“ Innsbruck zählt dabei gemeinsam mit Bozen zu den Pionierstädten, deren konkrete Erfahrungen zur Steigerung der Lebensqualität in weiterer Folge auch von anderen Großkommunen in ganz Europa übernommen werden. „Gemeinsam mit unseren Partnern wie der IKB leisten wir mit unseren Projekten Pionierarbeit für die nachhaltige Entwicklung von Europas Städten.“

Lokalaugenschein im neuen Biomassekraftwerk der IKB (von links): Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler, Innsbrucks Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider und Umweltminister Andrä Rupprechter.