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IKB nimmt ersten E-Müllwagen in Betrieb

INNSBRUCK (05.06.2019). Mit der Inbetriebnahme des ersten E-Müllwagens startet die IKB die Umstellung der Fahrzeugflotte auf neue, umweltfreundliche Technologien. „Das Auto fährt mit Dieseltreibstoff, der gesamte Behälterentleerungsvorgang sowie das Verdichten des Abfalls erfolgen jedoch mit einem elektronischen Antrieb“, erklärt IKB-Vorstandsvorsitzender Helmuth Müller. 

Weniger Feinstaub und Lärm für Anrainer/-innen
Während der Entleerung schaltet der Antriebsmotor aus, eine Batterie mit einer Kapazität von 51 Kilowattstunden übernimmt den Ladevorgang. 4.000 Liter Diesel pro Jahr können auf diese Weise eingespart werden. „Das neue Hybridfahrzeug bringt eine deutliche Entlastung bei den Schadstoff-und Lärmemissionen. Die IKB leistet damit einen nachhaltigen Beitrag für eine hohe Lebensqualität in unserer Stadt“, freut sich auch Umweltstadträtin Uschi Schwarzl. 

Erste Tests weisen einen um bis zu 30 Prozent reduzierten Ausstoß bei CO2 und Feinstaub auf. Die Lärmbelästigung im Rahmen der Be- und Entladung konnte sogar um die Hälfte verringert werden. Schwarzl: „In Verbindung mit der neuen, verbesserten Tourenplanung können wir zukünftig 34 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.“

Über 35.000 Sammelbehälter müssen in Innsbruck zum Teil mehrmals pro Woche entleert werden. Das ergibt ein Volumen von über elf Millionen Liter Müll pro Woche. „Durch den Einsatz von smarter Technologie können wir in Zukunft die Tourenplanungen und Abläufe weiter verbessern. Dadurch ist eine effiziente Abfallsammlung im Stadtgebiet von Innsbruck möglich und Ressourcen werden nachhaltig und schonender eingesetzt“, erklärt der zuständige Vor-standsdirektor Thomas Pühringer. 

Jeder Innsbrucker produziert 464 kg Müll
Durch die optimierte Auslastung sollen bis zu 8.000 gefahrene Lkw-Kilometer pro Jahr einge-spart werden. Derzeit werden etwa 70.000 Tonnen Abfälle pro Jahr in der Landeshauptstadt gesammelt. Das entspricht 464 kg pro Einwohner. Der Bereich Abfallwirtschaft in der IKB beschäftigt über 100 Mitarbeiter. 
 

 19982018%
Rest- und Sperrmüll26.98725.132-6,87
Bioabfall5.26010.871+106,67
Papier11.8908.936-24,84
Mobile Sammlung*44.13744.938+1,81
Recyclinghof9.15016.504+80,37

 *Mobile Sammlung: Gesamtsumme von Rest- und Sperrmüll, Bioabfall und Papier

Foto: (IKB/Vandory) Umweltstadträtin Uschi Schwarzl mit den IKB-Vorständen Helmuth Müller (li.) und Thomas Pühringer (re.) vor dem neuen E-Müllwagen