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IKB realisiert erste Power-to-Heat-Anlage dieser Größe in Innsbruck

INNSBRUCK (11.06.2019). Die IKB setzt bei den Innsbrucker Bädern auf nachhaltige Energielösungen: So wird das Hallenbad Amraser Straße seit Kurzem über eine so genannte Power-to-Heat-Anlage beheizt. Das Projekt wurde im Rahmen des Innsbrucker SINFONIA-Programms umgesetzt. Dabei wird Überschussstrom aus dem Stromnetz in Wärme umgewandelt und zum Heizen der Schwimmbecken, für das Warmwasser in den Sanitäranlagen und die Gebäudebeheizung verwendet. Die IKB hat rund 700.000 Euro investiert. 

Wärme aus Überschussstrom
„Mit ihren zahlreichen Zukunftsprojekten ist die IKB ein wichtiger Treiber der Energiewende in unserer Landeshauptstadt. Die Adaptierung des Heizsystems im Hallenbad Amras ist ein nächster, kleiner Schritt auf dem Weg zu einem klimafreundlichen Innsbruck. Die neue P2H-Anlage ersetzt eine von zwei bisherigen Gaskessel-Anlagen. Durch die Umstellung können 250 Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht dem jährlichen Verbrauch von 80 Einfamilienhäusern“, freut sich Bürgermeister Georg Willi. 

Das IKB-Hallenbad im Olympischen Dorf wird bereits seit 2017 mit umweltfreundlicher Abwärme aus der Kläranlage Roßau versorgt. Im Freibad Tivoli wurde eine Wärmepumpen-Anlage für das Beheizen der Schwimmbecken installiert. „Als regionaler Energieversorger wollen wir hier mit gutem Beispiel vorangehen. Alles redet über den Klimaschutz, wir tun“, betont IKB-Vorstandsvorsitzender Helmuth Müller: „Es handelt sich hier zugleich um die erste Power-to-Heat-Anlage dieser Größe in der Landeshauptstadt.“

P2H verwendet Überschussstrom aus dem Stromnetz, um Wärme in einem Pufferspeicher von 80.000 Litern Wasser bereitzustellen. Das erhitzte Wasser wird in Form von Wärme abgegeben. IKB-Vorstandsdirektor Thomas Pühringer: „Man kann sich die Power-2-Heat-Anlage im Grunde als überdimensionalen Wasserkocher vorstellen. Diese neue Technologie ermöglicht nicht nur die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen, wir leisten damit zusätzlich einen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes.“

Heizkostenreduktion
Durch die neue Power-to-Heat-Anlage kann im Hallenbad Amraser Straße der Erdgasverbrauch um 1 Mio. kWh pro Jahr reduziert werden. Eine Gas-Kesselanlage steht künftig noch als Backup-Lösung bereit, falls nicht genügend Überschussstrom bzw. Wärme im Pufferspeicher zur Verfügung stehen. Die Heizkosten können ebenfalls durch die neue Anlage reduziert werden.