Innsbruck von oben

Innsbrucks Kinder packen mit an

Modell des Ing.-Etzel-Parks dient als Inspiration für ExpertInnen

Eine aktuelle Bestandsaufnahme des Klimas, die von der Stadt Innsbruck in Auftrag gegeben wurde, bestätigt eine anhaltende und steigende Überhitzung im urbanen Raum. Nicht nur ExpertInnen reagieren daher mit Maßnahmen, sondern auch die junge Generation sammelt Ideen für eine nachhaltige Zukunft. Der Ferienzug widmete heuer einen Programmpunkt eben diesem Thema: der Überhitzung der Stadt. Von 17. bis 21. August 2020 bauten 17 angemeldete Kinder daher im Rahmen eines Ferienzug-Workshops ein Modell des Ing.-Etzel-Parks. Einige Wasserinstallationen setzen sich mit der Kühlung und Bepflanzung der Stadt auseinander.

Bürgermeister Georg Willi ist von dem Projekt überzeugt: „Der Stadt Innsbruck liegt die Beteiligung der Jugend sehr am Herzen. Insbesondere bei einem Projekt, das für deren Zukunft wichtig ist. Deshalb werden wir uns besonders stark von dem Modell, welches die Kinder geschaffen haben, inspirieren lassen.“ Ebenfalls begeistert zeigt sich IKB-Vorstandsmitglied Thomas Pühringer: „Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag, um bereits die Kleinsten zu sensibilisieren und auf kreative Weise Bewusstsein für das Thema zu schaffen. Es freut uns, dass wir als Wasserversorger der Stadt hierbei so junge und tatkräftige Unterstützung bekommen.“

Ferienzug-Projekt als Inspiration

Im Laufe der Woche wurde im „bilding“, der Kunst- und Architekturschule für Kinder und Jugendliche, in Zusammenarbeit mit dem Ferienzug ein Modell des Ing.-Etzel-Parks gebaut. Am ersten Tag drehte sich alles um die Frage „Wie kühle ich eine Stadt?“. Die Antworten wurden dann in einer Collage zusammengefasst. Am folgenden Tag ging es mit ExpertenInnen auf eine Exkursion zum Ing.-Etzel-Park. Dort gab es eine Fragestunde, in der es um die Materialien ging, die im Sommer heizen oder kühlen. Die restliche Woche wurde das gesammelte Wissen ausgearbeitet und angewandt. Am Freitag, 21. August, findet um 13.00 Uhr die Schlusspräsentation statt.

Details zu „cool-INN“

Durch die steigende Zahl von Hitzetagen hat die Stadt Innsbruck in Kooperation mit der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB), der Universität Innsbruck und der Universität für Bodenkultur in Wien (BOKU) das Projekt „cool-INN“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität bei sogenannten städtischen Hitzeinseln zu verbessern. Als erste Maßnahme starteten die Verantwortlichen mit einer Befragung der AnrainerInnen, welche bis zum Ende des Sommers noch andauert. Um der Klimawandlung und den immer heißeren Tagen entgegenzuwirken, wird eine Wasserquelle gebaut, die sich über den Park verteilt. Die Bäume sorgen als zusätzliche Quelle für Abkühlung in den Hitzephasen. Die Fertigstellung ist für 2023 geplant. Das Budget beträgt 500.000 Euro.

Bürgermeister Georg Willi (r.) begutachtete gemeinsam mit Universitätsprofessor Manfred Kleidorfer (2. v. r.) und IKB-Vorstandsmitglied Thomas Pühringer (3. v. r.) die Ideen der Kinder. Mit dabei waren auch Architektin Ricarda Kössl, „bilding“-Leiterin Monika Abendstein, Architekt Christian Höller und Andrea Kreisl (Geschäftsstelle Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung; v. l.)
Bürgermeister Georg Willi (r.) begutachtete gemeinsam mit Universitätsprofessor Manfred Kleidorfer (2. v. r.) und IKB-Vorstandsmitglied Thomas Pühringer (3. v. r.) die Ideen der Kinder. Mit dabei waren auch Architektin Ricarda Kössl, „bilding“-Leiterin Monika Abendstein, Architekt Christian Höller und Andrea Kreisl (Geschäftsstelle Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung; v. l.)