IKB Abfallsammlung

Abfallsammlung in Wohnanlagen

Leitfaden zur Planung und Gestaltung von Abfallsammelstellen in Wohnanlagen

Für Bauherren, Architekten, Wohnbauträger und Hausverwaltungen

Bei der Errichtung von Gebäuden und Wohnanlagen ist bereits in der Planungsphase Rücksicht auf die Entsorgungssituation zu nehmen. Das vorliegende Informationsblatt gibt einen Überblick über die wichtigsten Kriterien für die Planung von Müllhäusern und Müllbehälterstandplätzen. Die Vorgaben müssen bei der Planung von Architektinnen bzw. Architekten und Bauherrinnen bzw. Bauherren berücksichtigt werden. Die Angaben basieren auf den geltenden gesetzlichen Bestimmungen und Normen.

Gut gestaltete Sammelstellen tragen wesentlich dazu bei, die Sammlung von Abfällen und Wertstoffen zu verbessern.

Die Anzahl der aufzustellenden Behälter ist abhängig von:

  • Abfallmenge
  • Anzahl Bewohner/-innen
  • Abfuhrintervall
  • Behältergröße

Pro Person und Woche gilt ein Mindestbehältervolumen von:

  • 15 Liter Gesamtvolumen für Rest- und Biomüll
  • 15 Liter für Leichtverpackungen und Verbundstoffe
  • 10 Liter für Altpapier

Die Sammelstelle sollte großzügig dimensioniert sein. Die erforderlichen Abfallsammelbehälter für Bio-, Rest-, Papier- und Kunststoffmüll müssen untergebracht werden können und eine Erweiterung der Sammelstelle sollte bei Bedarf möglich sein. Der gesamte Platzbedarf setzt sich zusammen aus Stellfläche und Manipulationsfläche. Die Türbreite eines Müllhauses muss mind. 1,50 m sein.

Mustersammelstelle:

Manipulationsfläche 7,00 m² x Faktor 2,50 m² = 17,50 m²
Gesamter Platzbedarf 7,00 m² + 17,50 m² = 24,50 m² 

Manipulationsfläche = Stellfläche x Faktor 2,5 (Richtwert) Gesamter Platzbedarf = Stellfläche + Manipulationsfläche

Es ist durchaus möglich, dass das Mindestbehältervolumen durch ein zusätzliches Abfallaufkommen erhöht werden muss. Daher sollte für zusätzliche Gefäße immer ausreichend Platz einberechnet werden.

1 Behälter Restmüll770 Liter1,30m²
1 Behälter Bioabfall120 Liter0,30m²
2 Behälter Altpapier240 Liter0,90m²
3 Behälter Kunst- & Verbundstoff1.100 Liter4,50m²

STELLFLÄCHE

7,00m²

 

 

 

 

 

  • die Breite der Türöffnung von mindestens 1,50 m ist zu beachten
  • exakte Kennzeichnung der Behälter
  • eventuell Anschlagtafel für Informationen (z. B. Abfalltrennung leichtgemacht)
  • gute Erreichbarkeit, kein Zugang fürhausfremde Personen!
  • die Abfuhr der Abfälle muss ganz jährig problemlos möglich sein
  • geeignetes Schließsystem
    • Postschloss
    • Dreikantschloss
    • Begeh-System
  • Biomüll – 120 Liter und 240 Liter
  • Restmüll – Sacksammlung 60 Liter,120 Liter, 240 Liter, 660 Liter, 770 Liter und 1100 Liter
  • Papier – 240 Liter, 770 Liter und 1100 Liter
  • Leichtverpackung – Sacksammlung 110 Liter, 240 Liter, 770 Liter und 1100 Liter
VolumenBeispielfotoMaße
Restmüllsack 60 LiterHöhe gefüllt ca. 500 mm
LVP-Sack 110 LiterHöhe gefüllt ca. 750 mm

 

 

VolumenBeispielfotoMaße
120 Liter

B: 480 mm / T: 540 mm / H: 945 mm

Stellfläche: ca. 0,30 m²

240 Liter

B: 580 mm / T: 707 mm / H: 1045 mm

Stellfläche: ca. 0,45 m²

 

 

VolumenBeispielfotoMaße
660/770 Liter

660 Liter: B: 1370 mm / T: 776 mm / H: 1195 mm
770 Liter: B: 1370 mm / T: 776 mm / H: 1315 mm

Stellfläche: ca. 1,30 m²

1100 Liter

B: 1370 mm / T: 1115 mm / H: 1470 mm

Stellfläche: ca. 1,5 m²

 

 

Zur ungehinderten und wirtschaft lichen Durchführung der Abfallsammlung ist eserforderlich, dass die Behälterstandplätze möglichst nahe an der von den Abfallsammelfahrzeugen befahrbaren Verkehrsfläche liegen.

Die Standplätze und Müllräume müssen aus praktischen Gründen in unmittelbarer Nähe zur Ein- und Ausfahrt der jeweiligen Liegenschaft liegen, um einen ungehinderten Transport der Behälter zum Abfallsammelfahrzeug sicherzustellen.

Maße:

  • maximale Länge: 12 Meter
  • Breite: 2,55 Meter (inkl. Außenspiegel: 3 Meter)
  • maximale Höhe: 4 Meter
  • maximaler Wendekreis-Durchmesser: 20 Meter

Gewichte:

  • höchstzulässiges Gesamtgewicht: 26 Tonnen
  • maximale Achs-Last: 13 Tonnen

Bei Durchfahrten müssen zwischen der Fahrzeugoberkanten und der Unterkante der Durchfahrt mindestens 0,2 Meter frei bleiben. Beim Übergang von Gefällen zu ebenen Flächen bzw. von ebenen Flächen zu Steigungen muss je nach Steigung/Gefälle die Unterkante der Durchfahrt noch entsprechend höher liegen.

Abfallgebührenordnung der Landeshauptstadt Innsbruck 2015
Müllabfuhrordnung der Landeshauptstadt Innsbruck 2015

https://www.innsbruck.gv.at/page.cfm?vpath=umwelt--verkehr/abfall/abfall----muellgebuehr

 

Ansprechpartner Innsbrucker Kommunalbetriebe AG

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Telefon: 0512 502 7842
Fax: 0512 502 7848
E-Mail: abfallsammlung(at)ikb.at

Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 16.00 Uhr
Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr

 

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Ansprechpartner Stadtmagistrat Innsbruck

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F: 0512 5360 1740
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Stadtmagistrat Innsbruck
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