Richtiges Lüften im Winter - Top Tipps um Schimmel zu vermeiden und Energie zu sparen

Wenn die Tage im Winter kalt und nass sind, mögen wir es zuhause im Wohnraum besonders warm. Um Feuchte- und Schimmelschäden oder auch schlechte Luft zu vermeiden, ist das regelmäßige und vor allem richtige Lüften im Winter jedoch erforderlich. Wie richtiges Lüften im Winter funktioniert und wie Sie durch das Öffnen der Fenster dennoch nicht an Raumtemperatur verlieren, erfahren Sie in diesem Energiesparbeitrag.

Warum ist es wichtig, richtig zu lüften?

Das erste und wichtigste Ziel ist der Luftaustausch. Durch die Atmung im geschlossenen Raum wird die Luft ständig mit Kohlendioxid angereichert. Außerdem treten aus den meisten Baumaterialien und Möbeln auch lange nach deren Einbau Schadstoffe aus. Das Resultat: Die Förderung von Müdigkeit und extreme Konzentrationsschwierigkeiten.

Ein weiteres Problem stellt vor allem die stickige Luft durch das Heizen im Winter dar. Erfolgt kein regelmäßiger Luftaustausch, kommt es zu trockenen Schleimhäuten, geröteten Augen und dadurch auch zu erhöhtem Risiko für Erkältungen und grippale Infekte. Die richtige Balance an Feuchtigkeit in der Wohnung ist wichtig.

Richtig lüften und ideale Luftfeuchtigkeit

Wird zu wenig oder gar nicht gelüftet, kann es zudem zur Bildung von Schimmel kommen. Schimmel entsteht durch Feuchtigkeit. Wenn warme Luft auf kalte Oberflächen trifft, kondensiert diese und es bildet sich Kondensat. Durch regelmäßiges Lüften wird erhöhte Luftfeuchtigkeit abtransportiert und das Schimmelrisiko sinkt. Besonders sichtbar wird dies im Winter an den Fensterrahmen. Sollte sich Kondensat bilden, wischen Sie dieses mit einem trockenen Baumwolltuch weg, um Schimmelbildung zu vermeiden. An dieser Stelle ist jedoch zu erwähnen, dass Schimmel oft auch bauliche Ursachen hat (wie zum Beispiel ungenügende Wärmedämmung - üblicherweise auch im Keller) und durch Lüften allein nicht immer verhindert werden kann. Das gilt insbesondere für durch Feuchtigkeit stark belastete Räume wie Bad, Küche und Schlafzimmer. In diesen Räumen sollte daher für entsprechende Durchlüftung gesorgt werden.

Richtiges Lüften im Winter verhindert unnötige Energieverluste.


Die ideale relative Luftfeuchtigkeit bei einer Raumtemperatur von 22 Grad beträgt zwischen 30 und 50 Prozent und wird in einer Wohnung oder einem Wohnraum als sehr angenehm wahrgenommen. Vermeiden Sie deshalb eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit in den Räumen, denn diese führt zu trockenen Schleimhäuten und brennenden Augen.

Außerdem verhindert das richtige Lüften im Winter unnötige Energieverluste. Wird bei kalten Außentemperaturen falsch oder zu lange gelüftet, müssen die ausgekühlten Bauteile wieder erwärmt werden, wodurch unnötige Energie durch das Heizen verbraucht wird.

Anleitung: Richtig lüften und heizen in der Wohnung

Idealerweise wird so gelüftet, dass verbrauchte Luft möglichst rasch durch frische ersetzt wird, sodass Bauteile nicht unnötig auskühlen. Dies geschieht, indem möglichst viele Fenster wenige Minuten geöffnet werden. Richtig Lüften ist somit nicht nur für die Erhaltung der Temperatur im Raum sinnvoll, und somit auch für die Luftfeuchtigkeit, sondern auch für die Schimmelvermeidung. Sparen Sie das unnötige Nutzen Ihrer Heizung durch folgende Tipps:

  1. Gut: Stoßlüften – in einem Raum ein Fenster öffnen, es entsteht kein Durchzug, der Luftwechsel dauert etwas länger
  2. Besser: Querlüften – gegenüberliegende Fenster der Wohnung öffnen und die Innentüren offen lassen

Wer sich tagsüber zuhause aufhält, sollte auf diese Art drei- bis fünfmal täglich lüften. Wer nicht zuhause ist, lüftet im Winter zweimal am Tag. Die Fenster sollten in der Wohnung dann morgens direkt nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen geöffnet werden. Im Winter sollten Sie kürzer lüften als im Sommer, da die Räume sonst zu stark auskühlen und Energie verloren geht. Nach dem Lüften können Sie die Heizung wieder aufdrehen.

Wussten Sie: Falls Sie eine ältere Heizung besitzen, ist es sinnvoll, die Heizkörper für das Lüften vorher abzudrehen. Smarte Thermostate erkennen hingegen selbständig, wenn die Fenster geöffnet sind und schalten sich für diese Zeit automatisch ab.

Auch der Keller muss im Winter richtig gelüftet werden

Da kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnimmt als warme Luft, sollte Ihr Keller unbedingt bei kalter und trockener Außenluft gelüftet werden: In der kalten Jahreszeit kann der Keller also meistens bedenkenlos gelüftet werden. Im Sommer sollten Sie sehr früh oder auch abends die Fenster öffnen und lüften.

4 Tipps zum richtigen Lüften

Tipp #1 Dauer vom Lüften beachten

Je kälter die Temperatur draußen ist, desto kürzer kann in den Räumen gelüftet werden.

Tipp #2 Fenster im Winter NICHT kippen

Im Winter bringt das Kippen entweder einen zu geringen Luftaustausch und/oder zu hohe Energieverluste. Zudem ist dadurch auch die Förderung von Schimmelbildung gegeben. Deshalb: Um dem Schimmel durch ausgekühlte Bauteile vorzubeugen, sollten Sie unbedingt entweder Stoßlüften oder noch besser Querlüften.

Tipp #3 Ideale Luftfeuchtigkeit berücksichtigen

Eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen sollte vermieden werden. Achten Sie vor allem in einem Raum mit hoher Feuchtigkeit (Bad, Küche, Schlafzimmer, Waschküche) darauf.

Tipp #4 Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer messen

Ein Hygrometer, das die relative Luftfeuchtigkeit misst, hilft, die Luftfeuchtigkeit im Winter auf einem guten Niveau zu halten.

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