Flexibler Allrounder
In den letzten drei Jahren ist Antonio Ties (28) ziemlich weit in Tirol und dem östlichen Vorarlberg herumgekommen, um im Namen der IKB-Wasser-Services wichtige Trinkwasserfragen in den Partnergemeinden zu beantworten. Geht es um das Lebenselixier, sind höchste Flexibilität, Genauigkeit sowie Geschwindigkeit gefragt und Antonio weiß: „Das ist kein Nine-to-five-Job.“ Genau das ist es, was ihm so daran gefällt.
Damit das wichtigste Gut verlässlich fließt
Diese Situationen können ganz schön brenzlig sein, und das, obwohl oder gerade weil es sich dabei ums Wasser dreht. „Wenn ein Wasserrohrbruch passiert oder in Folge eines Starkregenereignisses Bakterien in das Trinkwassernetz gelangt sind, müssen wir sehr schnell vor Ort sein, um die Schäden zu reparieren und die Trinkwasserqualität wiederherzustellen“, erzählt Antonio Ties und erklärt auch gleich, warum diese Trinkwasser-Notfälle so brenzlig sind: „Das Trinkwasser ist unser kostbarstes Gut. Das wird einem aber oft erst klar, wenn es nicht wie gewohnt aus dem Wasserhahn rinnt oder es aufgrund von Verunreinigungen nicht getrunken werden darf.“
Auch für Antonio bekam der Wert des Trinkwassers und all der technischen oder infrastrukturellen Einrichtungen, die für sein unbekümmertes Fließen und Genießen so wichtig sind, einen neuen Stellenwert, als er vor drei Jahren begonnen hat, für die Wasser-Services der IKB zu arbeiten. „Das war eine lustige Geschichte“, erzählt der 28-Jährige. Nachdem er die Bautechnik-Ausbildung an der HTL Imst mit der Matura „und allem drum und dran“ abgeschlossen hatte, startete der frisch gebackene Bautechniker bei einer Baufirma ins Berufsleben und lernte im Rahmen von Asphaltierungsarbeiten in Innsbruck einen Mitarbeiter der IKB kennen. Antonio: „Er hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mir die IKB anzuschauen. Da war eine Stelle bei den Wasser-Services offen und die hat mich gleich angesprochen.“
Unterwegs für Tirols Trinkwasser
Wasserbau hatte Antonio schon in der Schule interessiert, gerne schaute er sich die IKB an, sie gefiel ihm genauso wie der offene Job – und schon war es um Antonio geschehen. „Ich finde alles, was mit dem Trinkwasser zu tun hat, faszinierend. Das Gebiet ist so umfangreich, man lernt immer was Neues, und man lernt nie aus“, sagt er. Antonio schätzt, dass sein Wissensstand nach den ersten drei Jahren bei etwa 50 Prozent liegt. „Natürlich muss ich auch oft die Kollegen fragen und die helfen mir weiter. Wir sind ein bunter Haufen und verstehen uns sehr gut.“
Der „bunte Haufen“ zählt insgesamt acht Mitarbeitende und die eingangs beschriebenen Notsituationen zählen – neben Dichtheitsprüfungen, dem Erkennen von Wasserverlusten, der peniblen Beobachtung der Wasserqualität, der Organisation von Bauarbeiten oder den Leckortungen – zu ihrem Aufgabengebiet. Es ist ein Aufgabengebiet, das nicht nur aufgrund des dafür nötigen Know-how-Mix' sondern auch geografisch ziemlich weit gefächert ist, werden die Dienstleistungen dieser IKB-Abteilung doch nicht nur in Innsbruck, sondern in ganz Tirol und auch über die Landesgrenzen hinaus genutzt.
„Wir betreuen über 100 Gemeinden und unser Radius reicht von Kufstein bis ins östliche Vorarlberg. Ja, dort sind wir überall unterwegs“, zeichnet Antonio eine recht große Landkarte und sagt: „Weil es oft schnell gehen muss, müssen wir sehr flexibel sein. Es ist extrem abwechslungsreich. Das ist kein Nine-to-five-Job.“
Gerade ist der junge Völser dabei, sich mehr und mehr um die Privatkunden in Innsbruck zu kümmern. „An den Übergabeschächten der IKB ist für das Trinkwasser gewissermaßen die Grenze zwischen öffentlich und privat, und das Privatnetz, das ziemlich groß ist, muss natürlich auch bestens betreut werden“, erklärt Antonio den Bereich, der langsam zu seiner Hauptaufgabe wird. Auch hier muss er flexibel sein. Auch hier sind seine Allrounder-Fähigkeiten gefragt. Wird es ihm dabei langweilig werden? Auf diese Frage muss Antonio erst lachen, bevor er sagt: „Nein, ganz bestimmt nicht.“

März 2026