Boiler richtig nutzen: So stoppen Sie Energiefresser

Damit bei Ihnen zuhause immer ausreichend warmes Wasser aus der Leitung fließt, damit Sie jederzeit heiß duschen, baden oder das Warmwasser anderswo nutzen können, benötigt Ihr Boiler viel Energie. Daher schlummert in der Warmwasseraufbereitung ein enormes Sparpotential. Wenn Sie ein paar Tipps beachten, können Sie sowohl Energie als auch Kosten sparen.

Wie funktioniert ein Boiler eigentlich?

Alle Boiler – oder auch Warmwasserspeicher genannt – funktionieren nach demselben Prinzip: Sie erwärmen das Leitungswasser auf eine voreingestellte Temperatur und speichern es bis zum Gebrauch. Damit steht Ihnen immer warmes Wasser zur Verfügung, wenn Sie es benötigen.

Vielleicht kennen Sie von zuhause den Elektro-Hängespeicher, der oft in Bädern zu finden ist. Er fasst meist 50 bis 180 Liter und versorgt das Bad und eventuell auch die Küchenspüle mit Warmwasser. Ist die Spüle in der Küche weiter entfernt, macht es Sinn, die Küchenspüle separat mit einem Untertischboiler auszustatten. Dieser fasst rund 5 oder 10 Liter. Mit dem passenden Boiler können Sie Energieverluste vermeiden.

Richtige Temperatur einstellen

Die Wassertemperatur sollten Sie idealerweise zwischen 50°C und 60°C einstellen. Niedrigere Temperaturen fördern das Wachstum von Bakterien (Legionellen). Bei zu hohen Temperaturen kann der Speicher vorzeitig verkalken.

Die Boilergröße sollte an die Personenzahl angepasst sein:

  • 1 bis 2 Personen: 100- bis 120-Liter-Boiler
  • 3 bis 4 Personen: 150- bis 180-Liter-Boiler

Das ist wichtig, denn: Je größer der Boiler, desto mehr Wärme geht verloren, vor allem, wenn nur wenig Warmwasser gebraucht wird. Ist der Warmwasserspeicher zu klein, kann er allerdings nicht genügend warmes Wasser bereitstellen. Wenn morgens das warme Wasser aufgebraucht ist, muss man tagsüber nachheizen, um abends wieder welches zu haben.

Während des Tages ist der Strom jedoch viel teurer als nachts. Ein Boiler, der nachts die richtige Wassermenge aufheizt, ist am effizientesten und am günstigsten.

Es gibt zwei Tarife, um den Verbrauch des Warmwassers zu messen:

  • Tagboiler: Der Warmwasserverbrauch wird über den Haushaltsstromzähler gemessen. Damit steht Ihnen immer warmes Wasser zur Verfügung, dafür sind die Tarife höher.
  • Nachtboiler: Der Warmwasserverbrauch wird mit einem separaten Stromzähler erfasst. Der Nachtstromtarif ist hier etwas günstiger. Ein separater Zähler rechnet sich ab einem Verbrauch von etwa 1.300 Kilowattstunden pro Jahr.

Verbrauch realistisch einschätzen

Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft benötigt 1 Person pro Tag durchschnittlich rund 123 Liter Wasser. Der Anteil des warmen Wassers liegt etwa bei 35 bis 50 Litern pro Person und Tag. Diese Werte hängen von den Voraussetzungen und den persönlichen Gewohnheiten ab.

11 Tipps zum Wassersparen

  1. Duschen Sie, statt sich ein Bad einzulassen. Für ein Vollbad werden etwa 120 bis 150 Liter Wasser benötigt, für eine sparsame 5-Minuten-Dusche maximal 50 Liter.
  2. Verwenden Sie einen wassersparenden Duschkopf. Ein Energiesparduschkopf ist bereits ab 25 Euro erhältlich und spart pro Minute Duschen nochmal 6 bis 8 Liter Wasser.
  3. Regulieren Sie beim Waschtisch den Warmwasserzufluss durch Drehen des Rades beim linken Eckventil im Uhrzeigersinn – so lange, bis der Warmwasserstrahl deutlich geringer wird. Das ist eine sehr effiziente Maßnahme bei null Investitionskosten.
  4. Waschen Sie erst Kleidung, wenn Sie eine große Menge zusammen haben.
  5. Nutzen Sie Sparprogramme (ECO-Programm) bei Waschmaschine und Spülmaschine.
  6. Kaufen Sie nur energieeffiziente Waschmaschinen mit EU-Label A+++.
  7. Wechseln Sie undichte Hähne gleich aus.
  8. Versehen Sie die Toiletten-Spülung, wenn möglich, mit einer Spartaste.
  9. Benutzen Sie beim Zähneputzen einen Zahnputzbecher und drehen Sie zwischendurch den Hahn ab.
  10. Der Warmwasserdurchfluss beim Waschbecken und bei der Küchenspüle kann durch den Einsatz von Energiespar-Aufsätzen (Perlatoren) verringert werden.
  11. Ein einfacher Trick, um Kosten für Warmwasser zu sparen, ist auch, den Griff der Mischbatterie bewusst auf „kalt“ zu stellen. Steht er, wie von vielen Menschen bevorzugt, permanent in der Mitte, fließt nämlich Warmwasser bei jedem noch so kurzen Händewaschen in die Leitung, obwohl es meist gar nicht im Waschbecken ankommt.

Noch mehr Tipps zum Wassersparen lesen Sie in unserem ausführlichen Ratgeber Wasser sparen.

Boiler erwärmen das Leitungswasser auf eine voreingestellte Temperatur und speichern es bis zum Gebrauch.
Damit bei Ihnen zuhause immer ausreichend warmes Wasser aus der Leitung fließt benötigt Ihr Boiler viel Energie.

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