Nordkette Innsbruck

Innsbrucker Wasser

Wasserqualität Innsbruck

Der Wert des Wassers zeigt sich in Innsbruck ganz besonders, denn Innsbrucks Wasserbedarf wird zu 100 % aus Quellwasser abgedeckt, dessen Qualität ständig kontrolliert wird.

Die Reise des Innsbrucker Wassers beginnt ganz oben in der Nordkette, wo das Wasser aus geschmolzenem Schnee oder Niederschlag tief ins Gestein einsickert und sich daraufhin seinen langen Weg ins Tal bahnt. Diese besondere geologische Situation - mehrere Jahre braucht ein Regentropfen bis er die Gesteinsschichten im Berg durchwandert und als Trinkwasser an die Oberfläche kommt - bestimmt die hohe Qualität des Innsbrucker Trinkwassers

Auf seinem Weg durch das Gebirge wird das Wasser von den Gesteinsschichten gereinigt und gefiltert und tritt in bester Qualität bei der Mühlauer Quelle zu Tage. Die Wassertemperatur der Quellen beträgt 4,5° Celsius. Die niedrige Temperatur und die lange Verweildauer im Berg verhindern ein Bakterien- und Keimwachstum und somit sind keine aufwendigen Aufbereitungsschritte nötig.
 

Die Reise des Innsbrucker Wassers in 360°

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„Die Reise des Innsbrucker Wassers“ zeigt den spannenden Weg vom Regentropfen im Karwendel bis hin zu seiner Rückkehr in die Natur – genauer gesagt in den Inn. Dazwischen ist die kostbare Ressource das Lebenselixier der Tiroler Landeshauptstadt. Dass die hohe Qualität und die ununterbrochene Verfügbarkeit des Wassers in Innsbruck so gut wie selbstverständlich sind, ist die Aufgabe und Leistung der IKB. Mit dem VR-Film werden große wie kleine Zuseher auf die Reise des Innsbrucker Wassers mitgenommen: mit dem Blick in den Trinkwasserstollen Mühlau etwa, wo sich die Regentropfen nach 10-jähriger Reise durch die Felsen des Karwendel sammeln, dem Hinweis darauf, dass die Energie des Wassers zur Stromerzeugung genutzt wird, oder dem bewegten Bild der blauschimmernden Hochbehälter, von denen aus das stets kontrollierte Nass über ein 460 Kilometer langes Netz aus Wasserleitungen zu den Haushalten geführt wird. Dort übernehmen die Einwohner die für den Kreislauf entscheidende Verantwortung über das Wasser, bevor es als Abwasser über das weit verzweigte Kanalnetz zur Kläranlage der IKB gelangt. Hier wird nicht nur der Wasserkreislauf sauber geschlossen, sondern werden auch Maßstäbe in puncto Nachhaltigkeit gesetzt.

Trinkwasser: Qualität, Kontrolle und Vorgaben

Wenn das Wasser nach seiner rund 10-jährigen Reise durch den Berg die Mühlauer Quellen erreicht, ist es bereits glasklar und absolut keimfrei und besitzt Trinkwasserqualität. Das Wasser wird natürlich trotzdem einer strengen Qualitätsprüfung unterzogen, bevor es verteilt wird. 

Die EU-Trinkwasserrichtlinie regelt in der gesamten EU die Qualität des Trinkwassers und die durchzuführenden Untersuchungen. Die EU-Trinkwasserrichtlinie ist in Österreich mit der Trinkwasserverordnung umgesetzt. Sie „regelt die Anforderungen an die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“. Hier sind alle wichtigen Richtlinien festgelegt, die für die Garantie der Trinkwasserversorgung der österreichischen Bevölkerung eingehalten werden müssen.

Die Verordnung definiert Trinkwasser ganz grob wie folgt:

§ 3. (1) Wasser muss geeignet sein, ohne Gefährdung der menschlichen Gesundheit getrunken oder verwendet zu werden. Das ist gegeben, wenn es
1. Mikroorganismen, Parasiten und Stoffe jedweder Art nicht in einer Anzahl oder Konzentration enthält, die eine potentielle Gefährdung der menschlichen Gesundheit darstellen […].

Darunter fällt etwa der maximal zulässige pH-Wert, die Wasserhärte, der Nitratgehalt und sonstige Inhaltstoffe, die entweder sogar nützlich, oder schädlich sein können.

Das Innsbrucker Wasser

Das Innsbrucker Wasser eignet sich hervorragend zum Genuss: Klarheit, Frische und ein ausgewogener pH-Wert sind für seinen guten Geschmack ausschlaggebend. Das Innsbrucker Wasser ist keimfrei und besitzt überwiegend die Wasserhärten "weich" bis "mittelhart". Detaillierte Werte gemäß der Informationspflicht lt. Trinkwasserverordnung §6 können Sie dem Innsbrucker Wasserhärteplan entnehmen.

Das ist also der Weg des Innsbrucker Wassers von der Nordkette bis ins Trinkglas. Wie dieser spannende Weg weitergeht, erfahren Sie in diesem Artikel: Wasserkreislauf der Erde: Was treibt den Wasserkreislauf an?