Schöne, bunte Mischung 

In Windeseile wechselte Thomas Brunner im August 2023 von seinem „alten“ Bürojob in seinen neuen Job als Mitarbeiter des IKB-Recyclinghofes Roßau. Damit hat für ihn ein neues Leben begonnen. Ein ziemlich gutes, wie’s scheint. „Ja, das ist echt das Beste, was mir passieren konnte“, sagt er.

An den Muskelkater erinnert er sich gut. „Wenn man über 30 Jahre lang sitzt und dann auf einmal einen Beruf hat, bei dem man viel auf den Beinen ist, ist das wahrscheinlich normal. Aber das habe ich sehr gerne in Kauf genommen“, sagt Thomas Brunner. Thomas ist Mitarbeiter am IKB-Recyclinghof Roßau, wo er sich zusammen mit seinen Kolleg:innen darum kümmert, dass die so komplex gewordene Welt der Abfallentsorgung fachgerecht rund läuft und wo die Kundinnen und Kunden aus Innsbruck, Natters und Ampass beim richtigen Entsorgen  unterstützt werden. Dafür ist nicht nur das entsprechende Wissen und Kommunikationsfreude nötig, sondern auch Ausdauer und Muskelkraft.

Beim Gedanken an seine anfangs zwickenden Gliedmaßen kann sich Thomas ein heiteres Lachen nicht verkneifen: „Ich war das einfach nicht gewohnt.“ Tja, 32 Jahre lang hatte Thomas in einer Druckerei gearbeitet, wo die Wege kurz und ganz andere Muskeln gefragt waren. Dann wurde ihm irgendwann glasklar, dass er etwas „komplett anderes“ machen wollte, das „Gegenteil eines Bürojobs“, eine Arbeit möglichst im Freien. Und das ging schneller, als er zu träumen wagte. 

Der entscheidende Funke dafür wurde mit der Ausschreibung einer Stelle am IKB-Recyclinghof Roßau gezündet. „Die habe ich gesehen und am Sonntag online die Bewerbung abgeschickt. Am Montag war das erste Vorstellungsgespräch und am Mittwoch habe ich schon die Zusage bekommen“, berichtet Thomas in welch’ rasender Geschwindigkeit sich all seine Wünsche erfüllten. Das Schicksal muss es jedenfalls richtig gut mit Thomas gemeint haben, arbeitete am Recyclinghof doch schon ein ehemaliger Schulkollege, der ihm – nunmehr als Arbeitskollege - den Einstieg leichter machte. Im August 2023 war das. „Ja, das ist echt das Beste, was mir passieren konnte“, sagt er, „so ein gutes Betriebsklima habe ich gar nicht für möglich gehalten und der Job ist auch wirklich sehr, sehr interessant.“

Von den Kolleg:innen am Recyclinghof und im Rahmen von speziellen Schulungen hat Thomas rasch gelernt, worauf es bei der fachgerechten Abfallentsorgung ankommt. Als „schöne bunte Mischung“ beschreibt er seinen Aufgabenbereich im großen Innsbrucker Abfallreich. Die Palette der Abfallarten, die nicht zu Bio- oder Restmüll zählen und am Recyclinghof der IKB entsorgt werden können, ist ja auch so lang wie vielfältig und teils auch knifflig. Allein bei den Problemstoffen, zu denen Altöle oder Fahrzeugbatterien genauso zählen, wie Farben, Lacke, Laugen, Lösemittel, Fieberthermometer, Säuren oder Pflanzenschutzmittel, ist es extrem erleichternd, sich auf Fachkundige vor Ort verlassen zu können. „Batterien und Lithium-Ionen-Akkus sortieren immer wir. Da muss man natürlich sehr vorsichtig sein“, weiß Thomas, der auch im täglichen Kontakt mit den Kund:innen aufblüht, „wenn sie einen dafür loben, weil man ihnen geholfen oder ihnen etwas erklärt hat, macht das einfach Spaß.“ 

Spaß macht es auch, mit ihm über seine Beobachtungen zu plaudern. Etwa, dass gewerbliche Kund:innen eher zu Beginn der Woche und Private eher am Wochenende vollbepackt vorbeikommen, um dann erleichtert wieder zu fahren. „Wenn es den doppelten Gehalt gegeben hat, dann kann bei den Containern für Möbelholz oder Einrichtungsgegenstände schon viel los sein“, ist Thomas live dabei, wenn die Innsbrucker:innen sich Neues gönnen und Altes verabschieden. Dass er den Mut gefunden hat, sich von seinem alten Arbeitsleben zu verabschieden und in ein komplett neues einzutauchen, freut ihn selbst am meisten. „So gerne bin ich noch nie zur Arbeit gegangen.“ Besser geht’s nicht. Echt nicht. 

Thomas Brunner
Thomas Brunner (50) ist seit 2023 Mitarbeiter des IKB-Recyclinghofes Roßau. „So gerne bin ich noch nie zur Arbeit gegangen“, sagt er.
  • 03.07.2025
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Cooler Karriere-Kopfsprung

Seit 1. Jänner 2025 ist Rita Scherer (56) Betriebsleiterin des vielleicht außergewöhnlichsten und mit Sicherheit größten Freibades in Österreichs Westen – des IKB-Freibades Tivoli. „Es ist jeden Tag faszinierend“, weiß sie um die Einzigartigkeit ihres Arbeitsplatzes, den sie im Sommer mit zigtausenden Menschen teilt. In erstaunlicher Windeseile hat Rita in der IKB Karriere gemacht. Rita: „Ja, bei mir ist alles schnell gegangen. Es ist mir die Möglichkeit gegeben worden.“ Und sie hat sie genutzt.

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Mitten in der Oase

Gerade erwacht der vielleicht schönste und freudvollste Innsbrucker Stadtteil zum sommerlichen Leben. Wenn das Freibad Tivoli am 6. Mai 2023 seine Pforten öffnet, haben Betriebsleiter Andreas Winkler und sein IKB-Team schon ganze Arbeit geleistet. Die gigantische Parkanlage mit all den Becken und Einrichtungen ist eine ziemlich außergewöhnliche Oase. „Und das mitten in der Stadt – das ist schon eine tolle Sache“, sagt Andreas. Wie recht er doch hat.

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