Fast wie Familie

Wolfgang Kozubowski (33) leitet seit vier Jahren die Schlosserei Werkstatt der IKB. Für zahlreiche Einsatzbereiche des Unternehmens ist diese Werkstatt wie ein Dreh- und Angelpunkt. Dass dem Metalltechnik-Fan aus Patsch dieser Job so gefällt, liegt nicht nur an der riesigen Aufgabenvielfalt, sondern auch an seinem Team. „Das ist fast wie Familie“, sagt er.

Wer in letzter Zeit Durst hatte in Innsbruck, könnte angesichts dieser Trinkbrunnen ein leises oder gar lautes „Halleluja“ angestimmt haben. Sie stehen an verschiedenen Plätzen der Tiroler Landeshauptstadt und sprudeln quellfrisches Wasser auf Knopfdruck - für Mensch und Tier. „Den Brunnen habe ich selber geplant, gezeichnet, entworfen und den Prototypen gebaut“, erzählt Wolfgang Kozubowski, „es taugt mir total, selber was zu entwickeln. Ich habe die Brunnen so konstruiert, dass sie einfach und günstig baubar sind. Ja, das ist schon cool.“ Ja, das ist es - in mehrfacher Hinsicht.

Vom Lehrling zum Leiter der Schlosserei-Werkstatt

Wolfgang ist Leiter der Schlosserei-Werkstatt der IKB. Mit einer kurzen Unterbrechung war er sein Arbeitsleben lang Teil dieses ganz speziellen Heavy-Metal-Teams, als dessen „Bandleader“ er nun schon seit vier Jahren fungiert. „Nach neun Jahren Schule war mir klar, dass ich eine Lehre machen wollte. Schule war nicht so meins“, erinnert sich Wolfgang gut. Sein Papa hatte ihm empfohlen, bei der IKB zu schnuppern und sich dort auch zu bewerben, „ursprünglich hatte ich mir überlegt, Elektriker zu werden. Gottseidank habe ich aber die Schlosser-Schiene eingeschlagen und diese Lehre bei der IKB gemacht. Das ist es, was mir wirklich gefällt.“

Kreativität, Teamgeist und echtes Handwerk

Der Umgang mit den verschiedensten Materialien, die Metallbearbeitungstechniken und das korrekte Bedienen der Maschinen. Alles in der „Schlosser-Schiene“ hat Wolfgangs Tüftler-, Handwerks- und Lern-Talent gereizt. Wenn er mit einem Schmunzeln auf den Lippen feststellt, dass er „das Leben immer ein bisschen im Schnelldurchgang gemacht“ hat, spricht der 33-Jährige nicht nur von seinen drei Kindern, sondern auch davon, „neben“ Arbeit, Kind und Kegel die Meisterprüfung gemacht zu haben: „Das war schon anstrengend. Ohne die Unterstützung meiner Frau und von Daheim wäre das nie gegangen.“

Wolfgang ist in Igls aufgewachsen und wohnt mit seiner Familie in Patsch - mittendrin im Dorf, „mittendrin im Geschehen. Ich helfe immer mit, wenn eine Veranstaltung stattfindet. Meine Eltern haben auch schon einen Helfervogel gehabt“, sagt er. Vielleicht sind dieser „Vogel“ und die Tatsache, dass er als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Patsch weiß, wie richtig gute Zusammenarbeit funktioniert, die es ihm leichter machen, die Werkstatt zu führen und den Schlosser- beziehungsweise Metalltechnik-Lehrlingen ein richtig gutes Rüstzeug mitzugeben. „Wir haben gerade fünf Lehrlinge. Leider ist kein Mädchen dabei. Das wäre aber super“, sagt der Meister, „es ist nämlich ein superkreativer Beruf.“

Die neuen Innsbrucker Trinkwasserbrunnen sind ein gutes Beispiel für die Kreativität, die er meint. Das Arbeitsspektrum, das Wolfgang und sein Team in der Werkstatt abdecken, ist aber so breit, dass es schwer ist, es kurz und knapp zu beschreiben.

So gut wie alles, was aus den verschiedensten Metallen gefertigt werden kann, können sie. Vom Handlauf in den IKB-Schwimmbädern über Kupferschienen für Hochspannungsanlagen, Stromverteiler, elektromechanische Finessen, Verlängerungen von Lichtmasten im Zuge der tirolweiten LED-Umstellungen hin zu allerlei IKB-spezifischen Maßanfertigungen für die unterschiedlichen Bereiche. Die IKB-Schlosser kümmern sich auch um Schlüssel und Schlösser, denn teilweise sind die Anlagen schon fast 100 Jahre alt, Ersatzteile gibt es längst nicht mehr und darum machen sie sie selbst. „Langweilig wird es echt nie“, weiß Wolfgang, der zwar alle Arbeiten gerne erledigt, am liebsten aber gemeinsam mit dem Team werkelt, auf größeren Baustellen beispielsweise: „Wir arbeiten richtig gut zusammen und helfen uns auch immer gegenseitig. Das ist super. Das ist fast wie Familie.“

IKB-Mitarbeiter Wolfgang Kozubowski
Wolfgang Kozubowski (33) ist Leiter der IKB-Schlosserei-Werkstatt und sagt: „Langweilig wird es echt nie.“
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Cooler Karriere-Kopfsprung

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